KOMPLIMENTE MAG MAN EBEN.

 

Wann hast du zuletzt ein Kompliment be-kommen? Ich hoffe, es war erst vor Kurzem – schließlich braucht jeder von uns Anerkennung und Lob. Noch viel wichtiger ist allerdings die Frage: Wann hast Du zuletzt ein Kompliment verteilt? Falls Du jetzt grübelst und unweigerlich an das platte Kompliment „schöne neue Frisur“ denkst, so kann ich nicht anders, als dir auf die Finger zu klopfen. Denn genau diese Art von Komplimenten meine ich nicht. Vielmehr geht es darum, wohlplatzierte Komplimente an unsere KundInnen und KollegInnen zu verteilen.

 

Laut Duden ist ein Kompliment „eine lobende, schmeichelhafte Äußerung, die jemand an eine Person richtet, um ihr etwas Angenehmes, Erfreuliches zu sagen.“ Mir scheint, dass Komplimente ziemlich aus der Mode gekommen sind. Vielmals

glaubt man auch, dass man sich diese erst verdienen muss, oder dass man sich dabei lächerlich macht. Ebenso möchte ich mit dem Mythos aufräumen, dass sich nur Frauen über ein wertschätzendes Sätzchen freuen.

 

Nichts davon stimmt. Allerdings gilt es, bei Komplimenten ein paar wichtige Grundregeln einzuhalten:

• Es muss ehrlich gemeint sein

• Die positive Formulierungsweise ist das Zünglein an der Waage

• Idealerweise ist es für Empfänger/ Empfängerin wohlplatziert bzw. exklusiv

• Es sollte zur Situation passen

 

Wie sich das auf den KundInnenkontakt umlegen lässt? Wir können beispielsweise jederzeit den Kauf löblich erwähnen und sagen: „Da haben Sie sich heute ganz was Besonderes ausgesucht!“ Oder: „Haben Sie viel Freude mit dem neuen Produkt, das hat genau auf Sie gewartet.“ Wie wäre es mit: „Ich schätze es sehr, dass Sie sich bereits im Vorfeld mit dem Produkt und seiner Beschreibung auseinandergesetzt haben – das ist großartig“. Selbstverständlich zählen auch die Klassiker: „Frau Maier, mit Ihnen plaudere ich einfach am liebsten, ihre Laune ist immer positiv an- steckend!“ oder „Es ist immer wieder eine Freude, Sie zu sehen.“

 

Eines sollte man nie vergessen: Ein Kompliment kostet nichts, bringt aber sehr viel! Also, legt los und macht Komplimente. An Freundinnen und Familie – aber auch an KundInnen und KollegInnen. Immerhin zeigt dies ein aufmerksames Beobachten. Und Anerkennung war immer schon der beste Motor für unser Machen und Tun.